Montag, 8. November 2010

Interview mit Vitali Klitschko



Beim herumstöbern habe ich ein nettes Interview von Vitali Klitschko gefunden, wo er über seine Familie und David Haye spricht.

The Star Spangled Banner vor jedem Wettkampf

Hallo Freunde,

ich habe mir gerade den Film „Definance“ angeschaut. Ein, wie ich finde, sehr guter und emotionaler Film, der auf einer wahren Begebenheit beruht.

Der Sonntag war für mich ein absoluter Chill-Tag. Ich habe mein Zimmer beziehungsweise mein Bett nur zum Essen verlassen J. Manchmal brauche ich so Tage, an denen ich einfach nur herumliege und alle meine Angelegenheiten mittels meines Laptops erledige. Ich habe mir auch viel Zeit genommen, um mit meinen Lieben in Deutschland zu telefonieren. Wie ihr aus meinem Tagesablauf schließen könnt, war das Wetter in LA heute nicht so toll J. Aber das war in dieser Woche eine Ausnahme, da es sonst immer um die 30 Grad Celsius und sehr sonnig war.

Wenn ich an Montag zurückdenke, realisiere ich, wie unglaublich schnell diese Woche vorbeigeflogen ist. Ich kann mich noch erinnern, dass ich nach den ersten beiden Tagen ziemlich platt gewesen bin. Da habe ich schon das Training mit Markus Rogan (Österreich) und Dominik Meichtry (Schweiz) schon sehr in den Knochen gespürt. Nur gut, dass am Mittwoch der Nachmittag frei ist und ich auch Zeit für eine sehr gute Massage gefunden habe.

In der zweiten Hälfte der Woche ging es dann wieder intensiv weiter, aber der Blick auf den Freitag und das super Wetter lässt einen über die Müdigkeit hinwegsehen.

In dieser Woche stand es dann auch fest: Thiago Pereira gewinnt die Gesamtwertung des Arena-Weltcups und somit auch das Preisgeld von 100.000 Dollar! Gratulation an dieser Stelle von mir. Thiago hat gezeigt, dass man den Weltcup auch mit Strecken wie 100, 200 und 400 Lagen gewinnen kann. (Normalerweise gewinnen Schwimmer, die Rücken oder Brust-Sprintstrecken schwimmen, da es einfacher ist dort mehr Punkte zu sammeln). Aufgrund der Tatsache, dass er in den vergangenen sechs Wochen in der Welt herumgereist war um die einzelnen Weltcups zu schwimmen, konnte ich ihn noch nicht so gut kennenlernen wie all die anderen aus meinem Team. Ich bin gespannt, was er alles erzählt, sobald er wieder zurückkommt.

Dieses Wochenende war das letzte „Recruit-Weekend“. Wir haben schon zwei Schwimmer, die sicher nächstes Jahr zu uns kommen. Die anderen haben sich noch nicht für ein College entschieden.

An dieser Stelle möchte ich auch noch mal den jungen Schwimmern in Deutschland sagen: Wenn ihr nächstes Jahr eure Schule abschließt und noch nicht richtig wisst, was ihr danach machen sollt, ob direkt an die Uni, Zivildienst oder Bundeswehr, Polizei oder was auch immer die anderen Möglichkeiten so sind, könnt ihr mich jederzeit kontaktieren, falls ihr mehr über ein Sportstipendium in den USA wissen möchtet. Schreibt mir einfach einen Kommentar unter diesen Post, oder schreibt mich in Facebook oder Twitter an. Ich weiß noch, dass ich 1000 Fragen hatte bezüglich dieses Themas und bin froh, dass ich jemanden hatte, der sie mir beantworten konnte.

Ich habe am Ende der Woche von meinem Coach erfahren, dass er ein bisschen herumtelefoniert hat und dass ich nächste Woche wahrscheinlich wieder für den Collegesport freigegeben bin. Das bedeutet, ich kann am Wettkampf der USC gegen Arizona teilnehmen, kann meinem Team helfen, das Duell zu gewinnen und habe eine kleine Generalüberprüfung vor den US Nationals.

Am Wochenende war ein Turmspringwettkampf im Freibad, und was mir aufgefallen ist (auch schon vorher, aber jetzt ist es mir wieder bewusst), dass vor jeder sportlichen Veranstaltung, die amerikanische Nationalhymne gespielt wird. Ich glaube, die Europäer haben ein paar Schwierigkeiten, das zu verstehen, aber so kennen wir ja die Amis J.

Wie schon letzte Woche erwähnt, finden in den nächsten Tagen die Deutschen Kurzbahnmeisterschaften statt. Ich wünsche allen viel Glück und dass sie ihre Ziele erreichen. Ich werde die Wettkämpfe im Internet verfolgen.

Liebe Grüße aus Kalifornien

Dima


Markus Rogan und Ich nach dem Training

Montag, 1. November 2010

Helau aus LA!

Es ist Sonntag, 20.50 Uhr, ich sitze in meinem Zimmer und überlege mir, was ich euch über die letzte Woche erzählen werde.

Es gibt nicht wirklich irgendein Ereignis, das ich hervorheben möchte, deswegen erzähle ich einfach von allem ein bisschen.

Schulisch läuft’s bei mir gerade sehr gut. Ich mache alle meine Aufgaben und schreibe die Arbeiten, ohne dabei große Mühe zu haben. Ich habe jetzt auch meine Kurse für das kommende Semester gewählt. „The Science of Human Performance“, „America, the Frontier, and New York“, „Writing“, und „Introduction to Television and Video“ werden meine nächsten vier Kurse für das Frühlingssemester werden. Dabei gefällt mir mein Stundenplan auch sehr gut, da ich zum Beispiel keinen Unterricht am Donnerstag und nach dem zweiten Training habe. (Da fällt mir ein, dass ich meinen Stundenplan ja einfach online posten könnte, damit man meine gesamte Woche im Überblick hat).

Die Cinema-Schule ist womöglich die beste der Welt, sie wurde von George Lukas und Steven Spielberg mit 500 Millionen Dollar gesponsert, und da ich mir vorstellen kann, irgendetwas in dieser Richtung zu machen, habe ich mich auch für den letztgenannten Kurs entschieden. Ich hoffe, ich kann mir dadurch eine präzisere Vorstellung von dieser Branche verschaffen.

Wie erwartet, habe ich auch noch nichts von den NCAA- Leuten gehört. Das bedeutet, ich schwimme nach wie vor immer noch mit den Pofis zusammen, statt mit dem College-Team zu trainieren, und startberechtigt bin ich auch noch nicht. Das Training mit den Profis bereitet mir zunehmend Spaß, da ich von den Leuten richtig gefordert werde. Erst nach dem Training merke ich dann, dass ich in den vorherigen zwei Stunden ordentlich gearbeitet habe.

Aber nichtsdestotrotz rückt das Duell mit Arizona immer näher (12/13. November), und das ist auch meine einzige Gelegenheit, einen Wettkampf zu bestreiten, bevor ich dann zu den US National vom 2. bis 4. Dezember reise. Also wäre das nicht nur im Interesse meines Team, sonder auch in meinem persönlichen Interesse, das mein Fall bei der NCAA schnell über die Bühne gebracht wird.

Am Wochenende hat in Berlin der Arena Weltcup haltgemacht. Ich wäre super gerne dort mitgeschwommen, denn ich finde, das eine tolle Veranstaltung und das Schwimmbad, das auf die Hälfte gekürzt wird, ist einfach Klasse. Natürlich hätte ich auch gerne meine guten Freunde gesehen, die dort an diesem Wochenende alle versammelt waren. Leute, ich grüße euch hiermit, und kann’s kaum erwarten, mal wieder Zeit mit euch zu verbringen.

Nebenbei ist heute auch Halloween! Halloween ist in Amerika ein deutlich beliebteres Fest als bei uns in Deutschland. Es gibt extra riesige Geschäfte, die nur Masken, Kostüme, Schminke und alle erdenkbaren Kleinigkeiten verkaufen. Es finden überall Kostümpartys statt, und auf den Straßen sieht man nur verkleidete Leute. Dabei ist dem Einfallsreichtum für die Kostüme keine Grenze gesetzt. Ich dachte eigentlich immer, dass man sich an Halloween eher gruselig anzieht, das ist aber wohl nicht der Fall. Gruselig ist zwar beliebt, aber man findet auch viele Kostüme, wie man sie bei unserer Mainzer Fastnacht sehen würde.

In diesem Sinne ein vorgezogenes Helau aus LA,

Euer Dima




Mein Freund Vanni Mangoni und Ich.
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